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Aktionstag Faires PJ

Am 16.01.2019 fand deutschlandweit der Aktionstag faires PJ der bvmd statt.

 

                 Hier die Petition zum Fairen PJ unterschreiben !

 

Hier der Artikel des KSTA über unsere Aktion im Bettenhaus.

 

Köln -300 Medizinstudenten haben im Rahmen eines bundesweiten Aktionstages für bessere Bezahlung und bessere Ausbildungsbedingungen der angehenden Ärzte während des praktischen Jahrs (PJ) demonstriert. Bei einem Flashmob im Bettenhaus der Uniklinik zeigten die Hochschüler Plakate mit Aufschriften wie „Zeit für gute Lehre“ und „Vollzeitarbeit fair entlohnen“. Die Studenten forderten unter anderem, dass ihre Arbeit in Höhe des Bafög-Höchstsatzes von 649 Euro pro Monat entlohnt werden soll. Zum Aktionstag aufgerufen hatte die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland.

Medizin-Studenten müssen gegen Ende ihres Studium das Praktische Jahr in einer Uniklinik oder einem anderen Lehrkrankenhaus absolvieren. 48 Wochen lang sollen sie dabei Ärzten über die Schulter schauen und den Alltag im Hospital kennenlernen. In der Realität müssen sie oft viel arbeiten: Zu ihren Aufgaben gehöre es, Patienten Blut abzunehmen, Verbände zu wechseln oder im Operationssaal zu assistieren, erläuterte Luzie Badde, stellvertretende Vorsitzende der Fachschaft Medizin an der Kölner Uni.

Für problematisch halten es die Studenten, dass sie von ihrer Praktikums-Vergütung nicht leben können. Durchschnittlich benötige ein Student in Köln 800 Euro pro Monat zum Leben, die Kölner Kliniken zahlten aber nur 400 Euro. „Wir werden als billige Aushilfen behandelt“, so Badde. Studenten, die nicht von ihren Eltern unterstützt werden, könnten die finanzielle Belastung kaum stemmen und müssten neben Vollzeit-Praktikum und Lernphasen nebenbei jobben. Medizinstudent Joachim Steiner (28) kennt Kommilitonen, die am Wochenende oder an ihrem für Lernphasen reservierten Studientag in einem anderen Krankenhaus arbeiteten, um über die Runden zu kommen.

Klagen über Kopfschmerzen

Andere legten Nachtschichten ein, um an mehr Geld zu kommen. „Wenn man nachts jobbt, ist man morgens natürlich nicht ausgeruht am Krankenbett“, sagt Badde. Zudem berichteten betroffene Studenten über gesundheitliche Probleme wie Kopfschmerzen. Jeder fünfte sei gefährdet, ein Burn-out-Syndrom zu erleiden.

Unterstützt werden die Studenten vom Ärzteverband Marburger Bund. „Es muss Schluss sein mit der Ausnutzung der PJler als billige Hilfskräfte im klinischen Alltag“, sagte Victor Banas, Vorsitzender des Sprecherrats der Medizinstudierenden im Marburger Bund.

(https://www.ksta.de/koeln/-billige-aushilfen--koelner-medizinstudenten-fordern-bessere-bedingungen-31889964)